Mit Kaffeesatz Schnecken bekämpfen

Mit Kaffeesatz Schnecken  bekämpfen

 

Bund Deutscher Tierfreunde warnt vor Einsatz von Schneckenkorn

– Immer wieder sterben Hunde und Katzen qualvoll an Schneckengift

Das teilweise regnerische Wetter hat in vielen Gärten eine Schneckenplage ausgelöst. Der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. mit Sitz in Kamp Lintfort in Nordrhein-Westfalen warnte Haustierhalter vor dem Einsatz von Schneckenkorn oder anderen Schneckengiften. Zwar steht auf den meisten Packungen der Hinweis, dass es für Haustiere nicht gefährlich sei, doch gibt es immer wieder schwere Vergiftungen. Stattdessen sollten natürliche Mittel wie beispielsweise Kaffeesatz angewendet werden.

Nehmen Haustiere  das im Garten ausgestreute Gift auf, können sie in wenigen Stunden qualvoll sterben, betonte der Bund Deutscher Tierfreunde. Wenn Katzen oder Hunde das Gift etwa ablecken oder über die toten Schnecken herfallen, wird es schnell sehr gefährlich. Speichelfluss, schnelle Atmung und Erbrechen sind häufige Symptome einer Vergiftung ebenso wie Lähmungen und Krämpfe. Vor allem bei Katzen besteht noch eine ganz andere  Gefahr: Im Gegensatz zu Hunden ziehen sich die Samtpfoten  zurück und verstecken sich, wenn sie leiden. Sie sterben dann oft unbemerkt in ihrem Versteck.


Welche Menge für das Haustier gefährlich ist, hängt von der Konzentration des Wirkstoffes Metaldehyd  im Gift  ab. Auch die Körpergröße des Tieres und der allgemeine Gesundheitszustand sind wichtige Faktoren. Für einen Mops oder einem anderen kleinen Hund  kann der Verzehr von 10 Gramm Schneckenkorn bereits tödlich sein, betont der Bund Deutscher Tierfreunde.  Aber auch kleinere Mengen können zu schweren Vergiftungserscheinungen führen. Etwa zwei bis drei Stunden nach Aufnahme des Giftes beginnt das Tier sich zu erbrechen. Dazu treten Krämpfe auf, die schließlich bis zur Bewusstlosigkeit führen können. Nur ein Tierarzt kann schnell – am besten innerhalb der ersten Stunden – helfen, so der Bund Deutscher Tierfreunde.

Der Bund Deutscher Tierfreunde empfiehlt  zur Schneckenbekämpfung die bekannten  Bierfallen oder Schneckenzäune. Auch natürliche Hemmschwellen um Beete  mit Kalk, Sägespäne, Rindenmulch und Kaffeesatz mögen die Nacktschnecken nicht Außerdem fressen indische Laufenten mit Vorliebe die Schädlinge, genauso wie Igel. Die Enten kann man inzwischen sogar extra zur Schneckenbekämpfung mieten.

Weitere Informationen:

Bund Deutscher Tierfreunde e.V.

Am Drehmannshof 2

47475 Kamp Lintfort

Tel: 02842 / 92 83 20

www.Bund-Deutscher-Tierfreunde.de