Wie alles begann..

Man schrieb das Jahr 1996, als APRAM als gemeinnütziger eingetragener Tierschutzverein in Tacoronte seine Arbeit aufnahm.

Eines von APRAM´s Zielen war und ist es, die dort - teilweise unter schlimmen Bedingungen - lebenden Hunde mit Liebe und Fürsorge zu hegen, zu pflegen und aufzupäppeln, um sie dann in ein warmes und sicheres liebevoll bestehendes Zuhause zu vermitteln.

Es sind nicht nur die auf den Strassen herumirrenden herrenlosen Vierbeiner die von APRAM aufgenommen werden, sondern auch die kranken, verletzten und alten Hunde, die gewissenlos von ihren Besitzern ausgesetzt - und ihrem Schicksal überlassen - werden.
Manchmal werden die hilflosen Vierbeiner direkt vor dem Tierheim angebunden, so dass APRAM sofort helfen kann.

Die Erkrankungen und die Verletzungen der Hunde sind teilweise sehr schlimm, der Zustand der Tiere schockierend jämmerlich. In solchen traurigen Fällen ist das ganze Können der dortigen Tierärzte gefragt. Neben den Behandlungen von Verletzungen, erfolgen auch alle wichtigen Schritte wie Impfung, Entwurmung und Chip setzen. Des Weiteren werden all unsere Schützlinge auf Mittelmeerkrankheiten getestet und bei positivem Ergebnis selbstverständlich behandelt. In diesem Fall erfolgt auch die unumgängliche Kastration.

Die Kastration gehört zu einem der größten Ziele von APRAM, denn nur durch diese kann einer Überpopulation entgegengewirkt werden, folglich haben die Menschen keine Chance, noch mehr Tieren Schmerz und Leid zu zufügen und unvorstellbaren Qualen auszusetzen.

Im Tierheim dürfen sich die Schützlinge dann von allem erholen. Die tierlieben Menschen von APRAM sorgen dafür, dass die Tiere täglich genügend Futter und Wasser, Auslauf, Zuspruch, Streicheleinheiten und Wärme bekommen. Nichts bleibt unversucht, um diesen Geschöpfen auf die Beine zu helfen. Alle Hunde werden so gruppiert, dass sie möglichst stressfrei miteinander leben können, was bei dem gegebenen Platzmangel nicht immer ganz einfach ist und auch nicht immer gelingt.(Maximal 25 Tiere können bei uns aufgenommen werden). So nehmen unsere Tierheimmitarbeiter oft die Aufgaben einer Pflegestelle für schwächere Hunde wahr, für die der Stress im Tierheim zu groß ist. 

Neben den mehrmals am Tag anfallenden Säuberungsarbeiten (strenge Hygienevorschriften) im Tierheim, werden die Hunde mit liebevoller Aufmerksamkeit und Geduld auf ein neues Leben vorbereitet. Es werden die Vorlieben und auch die Ängste der Hunde erkannt, das Sozialverhalten und der Umgang des einzelnen Tieres mit Artgenossen beobachtet. Neben einer gesunden Ernährung und medizinischen Betreuung erfolgt auch die psychische Stabilisierung.

Es ist eine schwere und manchmal auch sehr traurige Arbeit, die viel von den Menschen bei APRAM abverlangt. Doch die leuchtenden Augen eines in Sicherheit gebrachten Hundes, sind der Erfolg, um den es sich zu kämpfen lohnt!


So sah das angebliche Tierheim in Tacoronte aus, das Marianne Jakob vielen Jahren kennenlernte. Dieser Anblick war der Auslöser für ihren Wunsch, ein ordentliches Tierheim für die Ärmsten der Armen zu bauen, wo sie nicht in Motoröl, in ihrem eigenen Kot und Urin und mit verdreckten Wasser- und Futternäpfen, angekettet neben Müll leben müssen !



Es war eine Menge Arbeit. Es dauerte Tage, die Räumlichkeiten herzurichten. Doch Gott sei Dank gab es viele liebe Menschen, die uns mit viel Muskelkraft und Optimismus bei dieser Arbeit halfen! DANKE!